Zinserhöhungen - Auswirkungen auf den Teilverkauf

Zinserhöhungen schlagen zu: Deutsche Teilkauf, Wertfaktor und Wohnwert erhöhen Nutzungsentgelt

*UPDATE* Massive Zinserhöhungen machen sich im Teilverkauf bemerkbar. Erwartungsgemäß muss der nächste große Anbieter eine Anpassung der Konditionen vornehmen. Nach Wertfaktor erhöht der Teilverkauf-Anbieter Deutsche Teilkauf, bekannt unter der Marke Hausanker, das Nutzungsentgelt von 2,9 auf 3,75 Prozent. Nicht mehr jeder Kunde wird mit günstigen Konditionen bedient. Update 1: Auch die Wohnwert AG erhöht das Nutzungsentgelt. Update 2: Wertfaktor erhöht ein zweites Mal und führt ein lebenslanges Nutzungsentgelt ein.

Autor: TV Redaktion und Experten | Zuletzt geändert: 01.06.2022
Zuletzt geändert: 01.06.2022
Deutsche Teilkauf Erfahrungen Angebot Konditionen

Deutsche Teilkauf erhöht Nutzungsentgelt um 30 Prozent

Kunden müssen auch im Teilverkauf von Immobilien die Erfahrung steigender Kosten machen. Die Geschwindigkeit des Zinsanstiegs für Immobilienfinanzierungen ist massiv und geht an den Anbietern im Teilverkauf nicht spurlos vorbei. Vor einem Monat hatte bereits Wertfaktor die Kosten erhöht:

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Jetzt geht der nächste große Anbieter denselben Schritt. Deutsche Teilkauf erhöht das sogenannte Nutzungsentgelt für den verkauften Immobilienanteil von 2,9 Prozent auf 3,75 Prozent pro Jahr. Selbiges gilt für die Marke Hausanker der Deutsche Teilkauf. Das entspricht einer Erhöhung von immerhin 30 Prozent.

Die Reaktion ist nachvollziehbar, denn die Anbieter refinanzieren den Kauf von Immobilienanteilen bei Banken. Steigende oder fallende Zinsen werden an die Kunden weitergeben. Nachdem es die letzten Jahre bei Immobilienkreditzinsen fast nur bergab ging, sind diese seit Jahresanfang mit großer Geschwindigkeit angestiegen. Ablesbar ist die Zinsentwicklung am Euro Bund Future . Je niedriger dieser ist, desto höher fallen die Zinsen aus. Seit Jahresanfang ist er von rund 170 auf 150 Punkte gefallen. Immobilienkredite mit einer Zinsbindung von zehn Jahren kosten nicht mehr rund ein, sondern 2,5 Prozent.

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Ärgerlich: Nicht mehr alle Interessenten bekommen günstige Konditionen

Im Immobilienmarkt ist die Unsicherheit gewachsen und Immobilieneigentümer möchten von niedrigen Zinsen und günstigen Konditionen im Teilverkauf profitieren. Doch erste Kunden machen die Erfahrung, dass sie nicht mehr bedient werden.

Interessenten berichten gegenüber IMMO.info und auf Bewertungsportalen von Erfahrungen, dass die Deutsche Teilkauf oder Hausanker ihnen kein Angebot mehr unterbreitet oder es zu Verzögerungen bei der Umsetzung des Teilverkaufs kommt. Dies obwohl ein verbindliches Kaufangebot vorliegt. Auch bei anderen Anbietern ist nachzulesen, dass Interessenten kein Angebot erhalten. Aufgrund der rasanten Entwicklung ist davon auszugehen, dass Banken zurückhaltender werden und Neukunden nur noch Angebote zu höheren Kosten erhalten.

IMMO.info empfiehlt trotz der Zinssteigerungen nichts zu überstürzen bei der Wahl der Verrentung oder des Teilverkaufs der Immobilie. Prüfen Sie alle Optionen und Anbieter sorgfältig und lassen Sie sich unabhängig beraten.

Wohnwert AG erhöht ebenfalls das Nutzungsentgelt (Update 23. Mai 2022)

Mit der Wohnwert Immobilien AG hat ein weiterer Anbieter im Teilverkauf das Nutzungsentgelt erhöht. Die Firma teilt mit, dass das Nutzungsentgelt bei einer mehrjährigen Zinsfestschreibung um 0,2 Prozent erhöht wird. Bei einer Fixierung auf fünf Jahre beträgt dieses ab sofort 3,2 Prozent, bei zehn Jahren 3,4 % und bei 15 Jahren 3,6 %. Das variable Nutzungsentgelt steigt von 2,8 auf 2,9 Prozent.

Wertfaktor erhöht das Nutzungsentgelt ein zweites Mal (Update 01. Juni 2022)

Ein zweites Mal innerhalb weniger Wochen hat der Teilverkauf-Vorreiter Wertfaktor das Nutzungsentgelt erhöht. Über die Wertfaktor-Preiserhöhung im April hatte IMMO.info berichtet. Wertfaktor hatte das Nutzungsentgelt mit einer zehnjährigen Zinsfestschreibung von 2,9 auf 3,49 Prozent erhöht. Zum 1. Juni erhöht Wertfaktor dieses auf 3,99 Prozent. Die Steigerung beträgt damit fast 40 Prozent innerhalb sehr kurzer Zeit.

Zusätzlich führt Wertfaktor ein Nutzungsentgelt von 2,99 Prozent bei einer flexiblen Zinsbindung ein. Angesichts möglicher Zinssteigerungen ist ein flexibles Nutzungsentgelt mit einem Kostenrisiko verbunden.

Wertfaktor führt lebenslanges Nutzungsentgelt ein

Neu ist, dass Wertfaktor das Nutzungsentgelt auf Wunsch lebenslang festschreibt. Dann sind happige 4,99 Prozent fällig. Allerdings entfällt dann das sogenannte Durchführungsentgelt.

Mehr zu den aktuellen Konditionen von Wertfaktor.

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