Was ist die Grunderwerbssteuer?

Grunderwerbssteuer ist immer dann relevant, wenn man ein Grundstück erwirbt oder einen Teil an einem Grundstück.

Außerdem ist sie auch eine Verkehrssteuer, das heißt sie fällt an, da man mit dem Erwerb eines Grundstücks am Rechts-und Wirtschaftsverkehr teilnimmt.

Bei dieser Steuer handelt es sich außerdem um eine Ländersteuer, die auf dem Grunderwerbsteuergesetz beruht. Die Prozentsätze der Steuer variieren abhängig vom Bundesland und bewegen sich zwischen 3,5 und 6,5 Prozent.

Erwirbt man das Grundstück durch Erbe oder Schenkung, muss man keine Grunderwerbssteuer entrichten.

Mehr zum Thema Erbschaft-und Schenkungssteuer lesen sie in unserem Ratgeber.

Weitere Fragen und Antworten rund um Grunderwerbssteuer

Wie viel Grunderwerbssteuer muss ich bezahlen?

Bis 2006 waren die Grunderwerbssteuersätze für alle Bundesländer in Deutschland noch gleich. Seitdem muss man sich für das jeweilige Bundesland den Steuersatz heraussuchen. Bayern und Sachsen sind die einzigen Bundesländer, die die Steuer seitdem nicht angehoben haben.

Den Steuersatz den Sie für Ihren Grunderwerb zahlen müssen, entnehmen Sie der Tabelle:

Stand: April 2021
Bundesland Steuersatz
Bayern
Sachsen
3,5 %
Hamburg 4,0 %
Baden-Württemberg
Bremen
Niedersachsen
Rheinland-Pfalz
Sachsen-Anhalt
5,0 %
Berlin
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
6,0 %
Brandenburg
Nordrhein-Westfalen
Saarland
Schleswig-Holstein
Thüringen
6,5 %

Wann muss ich keine Grunderwerbssteuer bezahlen?

Um eine Doppelbesteuerung zu vermeiden, gibt es einige Fälle, bei denen die Grunderwerbssteuer ausbleibt:

  • Wenn Personen in gerader Linie miteinander verwandt sind
    • zum Beispiel Eltern und Kinder
  • Im Falle eines Grundstückerwerbs durch ein Erbe
  • Im Falle eines Grundstückerwerbs durch eine Schenkung
  • Wenn das Grundstück zwischen Ehepartnern verkauft wird
    • dies gilt auch noch nach der Scheidung