Was sind Bewirtschaftungskosten?

Der Begriff Bewirtschaftungskosten umfasst alle laufenden Kosten zur Bewirtschaftung einer Immobilie.

§19 Immobilienwertermittlungsverordnung und §24 zweite Berechnungsverordnung - II. BV teilen die Bewirtschaftungskosten folgendermaßen ein:
  • Abschreibungen
  • Betriebskosten
  • Instandhaltungs-und Wartungsaufwand
  • Verwaltungskosten
  • Mietausfallwagnis

Handelt es sich um eine vermietete Immobilie, so können die Kosten zum Teil auf den Mieter umgelegt werden.

Weitere Fragen und Antworten rund um Bewirtschaftungskosten

Welche Kosten dürfen auf den Mieter umgelegt werden?

Die Kosten die auf den Mieter umgelegt werden dürfen, sind genau in § 2 BetrKV festgehalten:

Hierzu zählen zum Beispiel:

  • Grundsteuer
  • Kosten für die Wasserversorgung
  • Kosten für die Entwässerung
  • Heizkosten
  • Gegebenenfalls Kosten für einen Personenaufzug
  • Kosten für die Beseitigung von Müll
  • Hausmeisterkosten
  • etc.

Welche Kosten dürfen nicht auf den Mieter umgelegt werden?

In § 1 BetrKV ist festgehalten, welche Kosten der Vermieter nicht umlegen darf.

Hierzu zählen:

  • Kosten für die Instandhaltung-und Instandsetzung
  • Kosten für die Verwaltung der Immobilie

Welche Kosten darf der Vermieter bei einer gewerblichen Vermietung umlegen?

Ist eine Immobilie gewerblich vermietet, kann der Vermieter nicht nur die üblichen Betriebskosten umlegen.
In diesem Fall können alle Bewirtschaftungskosten der Immobilie auf den Mieter umgelegt werden.

Damit dies zur Zufriedenheit von beiden Parteien geschieht, muss es im Mietvertrag eine sogenannte “Umlagevereinbarung” geben. Hier werden die Kosten die auf den gewerblichen Mieter umgelegt werden, direkt genannt.

Das befreit den Vermieter von einer großen finanziellen Last.